Nur die Felder, die für den Zweck wirklich nötig sind

Ausweiskopie schwärzen: nur zeigen, was nötig ist

Vermieter, Mobilfunkanbieter, Hotelrezeption — irgendwer will immer eine Kopie. Auf einem Ausweis steht dabei deutlich mehr, als für den jeweiligen Zweck nötig ist: Zugangsnummer, Seriennummer, Körpergröße, Augenfarbe, die maschinenlesbare Zone auf der Rückseite. Die Texterkennung liest die Felder, du deckst ab, was niemanden angeht.

Foto eines Laptops und eines Monitors auf einem Schreibtisch, deren Bildschirminhalt vollständig unkenntlich gemacht ist — Blurify-Ergebnis
Foto eines Laptops und eines Monitors auf einem Schreibtisch, deren Bildschirminhalt vollständig unkenntlich gemacht ist — Original
Das Beispielbild zeigt zwei Bildschirme, kein Ausweisdokument — hier liegt die Abdeckung jeweils über der ganzen Fläche. Auf einer Ausweiskopie ziehst du sie stattdessen über einzelne Felder.

So funktioniert es.

  1. Kopie oder Scan hochladen

    Ein abfotografierter Ausweis oder ein Scan als JPEG, PNG, WebP oder HEIC/HEIF bis 20 MB. PDF nimmt der Editor nicht an. Zum Verarbeiten wird die Datei verschlüsselt hochgeladen und spätestens nach einer Stunde gelöscht.

  2. Die Felder werden gelesen und vorgeschlagen

    Die Texterkennung liest die Zeilen, und Namen, Daten, Anschriften und Nummern erscheinen als fertige Bereiche. Du prüfst die Auswahl: Wähle ab, was stehen bleiben soll, und zieh ein Rechteck über alles, was kein Text ist. Die Texterkennung erfasst nur Text — die Unterschrift und das Lichtbild ziehst du selbst.

  3. Deckend abdecken und herunterladen

    Unter Effekt ist Deckend hier die richtige Wahl — der schwarze Balken. Verpixeln und Weichzeichnen lassen bei kurzen Zahlenreihen mehr übrig, als man vermutet. Der Export schreibt die Pixel neu: Was unter dem Balken lag, steht nicht mehr in der Datei. EXIF- und GPS-Daten fallen dabei mit weg.

Häufige Fragen.

Welche Felder kann ich abdecken?
Alles, was für den Zweck nicht nötig ist. In der Praxis sind das die Zugangsnummer (CAN) auf der Vorderseite, die Dokumenten- beziehungsweise Seriennummer, die Körpergröße, die Augenfarbe, die Staatsangehörigkeit, der Geburtsort, die Unterschrift und die maschinenlesbare Zone auf der Rückseite. Übrig bleiben meist der Name, das Geburtsdatum, das Gültigkeitsdatum und das Lichtbild — und auch die Anschrift kann weg, wenn sie für den Zweck keine Rolle spielt.
Schwarzer Balken oder Pixelraster — was hält besser?
Der Balken — und bei einer Ausweisnummer besonders deutlich: Der Aufbau steht fest, Stellenzahl, Zeichenvorrat und Position sind bekannt. Wer nur wenige Zeichen aus einem Raster herausliest, muss den Rest nicht rekonstruieren, er kann ihn durchprobieren. Unter einer deckenden Fläche gibt es dagegen nichts zu lesen.
Wie mache ich die Kopie als Kopie kenntlich?
Nicht mit Blurify — und das ist die ehrliche Antwort. Üblich ist ein deutlicher Vermerk quer über das Blatt, oft zusammen mit dem Zweck und dem Datum. Blurify kann keinen Text ins Bild schreiben — es deckt Bereiche ab, mehr nicht. Schreib den Vermerk also vor dem Scannen auf die Papierkopie, oder setze ihn danach mit einem Programm, das Text einfügen kann.
Der Vermieter möchte eine Ausweiskopie — was gebe ich weiter?
Bei einer Wohnungsbewerbung geht es üblicherweise um Name, Geburtsdatum und darum, dass das Dokument gültig ist. Nummern, Körpergröße, Augenfarbe und die maschinenlesbare Zone gehören nicht dazu. Eine geschwärzte Kopie ist immer noch eine Kopie — sie enthält nur weniger, wenn sie später in einem Ordner oder einem Postfach liegen bleibt.
Und beim Handyvertrag oder in der WG-Bewerbung?
Dieselbe Frage, anderer Anlass: Was braucht die Gegenseite wirklich? Beim Mobilfunkvertrag geht es um die Identität und die Gültigkeit des Ausweises, bei einer WG-Bewerbung meist um noch weniger. Der Blick auf die Felder dauert eine Minute; eine Kopie, die einmal in fremden Händen ist, lässt sich nicht zurückholen.
Wie ist das beim Arbeitgeber?
Was der Betrieb an Daten wirklich braucht, steht meist schon im Personalbogen: Name, Geburtsdatum, Anschrift, Steuer-ID, Sozialversicherungsnummer. Eine Ausweiskopie liefert darüber hinaus Felder, die damit nichts zu tun haben — Zugangsnummer, Seriennummer, Körpergröße, Augenfarbe. Wird eine Kopie verlangt, ist eine Fassung mit abgedeckten Feldern ein kleinerer Eingriff als das vollständige Dokument.
Was zählt im Bild als personenbezogene Daten, und was davon deckst du ab?
Personenbezogene Daten sind alles, woraus sich eine Person oder ein Vorgang bestimmen lässt: Namen, Anschriften, Geburts- und Gültigkeitsdaten, Konto-, Kunden- und Dokumentennummern. Mit Blurify lassen sich personenbezogene Daten auf Bildern schwärzen, nicht nur auf einer Ausweiskopie: Die Texterkennung liest jede Aufnahme, die wie ein Dokument aussieht — Verträge, Rechnungen, Briefe, Bescheide, auch den Screenshot eines Formulars — und legt die gefundenen Zeilen als Bereiche an. Du wählst ab, was stehen bleiben darf. Für Daten ist unter Effekt Deckend die richtige Wahl, ein schwarzer Balken: Verpixeln legt nur ein Raster darüber, und bei kurzen Namen oder festen Nummernformaten lässt sich das zu oft erraten.
Ich habe die Kopie als PDF gescannt.
Dann musst du daraus zuerst ein Bild machen. Der Editor nimmt JPEG, PNG, WebP und HEIC/HEIF, kein PDF. Am schnellsten geht ein Screenshot der geöffneten Seite; alternativ stellst du den Scanner auf JPEG um. Heraus kommt anschließend eine gewöhnliche Bilddatei.
Wohin geht meine Ausweiskopie?
Verschlüsselt an den Server. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Auf dem Gerät allein passiert das also nicht. Für ein Dokument, das dein Gerät gar nicht verlassen soll, ist der Editor der falsche Weg — dann bleibt nur der Stift auf der Papierkopie.

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Dieser Text ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob dein konkreter Fall abgedeckt ist, klärt eine Anwältin oder ein Anwalt.