Die Nummer an der Tür ist die Adresse

Hausnummer und Klingelschild im Foto verpixeln

Ein Foto von der eigenen Haustür zeigt mehr, als du weitergeben willst: die Nummer neben der Tür, den Namen auf dem Klingelschild, das Straßenschild in der Ecke. Zieh ein Rechteck darüber, und genau diese Stelle verschwindet. Die Suche „Orte & Schilder“ findet solche Stellen von sich aus. Kostenlos, ohne Konto.

Verziertes Hausnummernschild neben einer Haustür, dessen Ziffern unter einem groben Pixelraster liegen — Blurify-Ergebnis
Verziertes Hausnummernschild neben einer Haustür, dessen Ziffern unter einem groben Pixelraster liegen — Original
Die Ziffern verschwinden, das bemalte Schild bleibt: Abgedeckt wird nur, was die Adresse verrät.Foto · Unsplash

So funktioniert es.

  1. Foto laden

    Die Außenaufnahme, das Bild vom Eingang, der Schnappschuss vom Balkon — JPEG, PNG, WebP und HEIC/HEIF bis 20 MB. Zum Verarbeiten wird das Bild verschlüsselt hochgeladen und spätestens nach einer Stunde gelöscht.

  2. Nummer und Schilder markieren

    Diese Seite öffnet den Editor mit Dokumente & Text und Orte & Schilder eingeschaltet. Die Orte-Suche ist eine KI-Analyse, dauert etwas länger und findet die meisten Hausnummern, Straßenschilder und Türschilder; was sie findet, steht in der Liste als Privater Ort. Prüf das Ergebnis und zieh ein Rechteck über alles, was fehlt — das Klingel- oder Briefkastenschild zum Beispiel.

  3. Verpixeln und herunterladen

    Ein selbst gezogener Bereich kommt zuerst mit einer Unschärfe; wähle unter Effekt den Eintrag Verpixeln, oder Deckend für den schwarzen Balken. Beim Export wird die Datei neu geschrieben, die Abdeckung sitzt danach fest im Bild, und EXIF- sowie GPS-Daten fallen weg. Bei einem Handyfoto vom eigenen Haus steckt der Standort dort als Koordinate.

Häufige Fragen.

Warum die Hausnummer abdecken, wenn die Straße ohnehin bekannt ist?
Weil zwischen einer Straße und einer Tür ein Unterschied liegt. Eine Anzeige nennt meist die Gegend, die Nummer im Bild nennt das Haus — und zusammen mit den Koordinaten in der Bilddatei den genauen Punkt. Beides ist in zwei Handgriffen weg, und das Foto bleibt als Foto brauchbar.
Findet die Erkennung Hausnummern von selbst?
Meistens ja. Diese Seite öffnet den Editor mit Dokumente & Text und Orte & Schilder eingeschaltet; die Orte-Suche ist eine KI-Analyse, die etwas länger dauert und die meisten Hausnummern, Straßenschilder und Türschilder findet. Gravierte Schilder und gemalte Ziffern sehen aber sehr unterschiedlich aus — verlass dich nicht darauf, dass jede Nummer dabei ist. Prüf das Ergebnis und zieh ein Rechteck über alles, was fehlt; das dauert zwei Sekunden. Ein Kennzeichen im selben Foto ist unter „Suchen nach“ einen Klick entfernt.
Was verrät die Adresse sonst noch?
Mehr, als man beim Fotografieren mitdenkt: der Name auf dem Klingel- oder Briefkastenschild, ein Paketaufkleber neben der Tür, die Hausnummer des Nachbarn im Anschnitt, ein Straßenschild an der Ecke, die Aussicht aus dem Fenster. Jede dieser Stellen bekommt ihr eigenes Rechteck; möglich sind bis zu 100 Bereiche in einem Bild.
Ich möchte mein Haus in Google Street View unkenntlich machen.
Das ist eine andere Baustelle. Street View besteht aus Aufnahmen, die Google selbst gemacht hat und auch selbst verwaltet — dort stellst du den Antrag bei Google, nicht in einem Bildeditor. Blurify arbeitet an den Fotos, die du selbst weitergibst: an dem fürs Inserat, an dem für die Handwerkeranfrage, an dem für den Post.
Wird das Foto dafür hochgeladen?
Ja. Es geht verschlüsselt an einen Server, und nur dafür. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Tracking-Pixel. Auf dem Gerät allein passiert das also nicht — wer genau das braucht, sollte es vorher wissen.

Ratgeber

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