Exposé ohne fremde Daten

Immobilienfotos anonymisieren: Kennzeichen und Nachbarn

Auf Exposé-Fotos landen regelmäßig Dinge, die dort nicht hingehören: parkende Autos mit lesbarem Kennzeichen, Nachbarn am Fenster, Namensschilder an der Klingel. Für ein öffentliches Inserat sollte all das unkenntlich sein.

Nahaufnahme eines Hauseingangs, bei der das Schild mit der Hausnummer neben der Tür unkenntlich gemacht ist — Blurify-Ergebnis
Nahaufnahme eines Hauseingangs, bei der das Schild mit der Hausnummer neben der Tür unkenntlich gemacht ist — Original
Schon die Hausnummer führt zur Adresse — im Exposé wird sie abgedeckt, ebenso wie Kennzeichen, Nachbarn und Klingelschilder.Foto · Unsplash

So funktioniert es.

  1. Alle Exposé-Fotos laden

    Ein Exposé hat zehn bis zwanzig Bilder. Die Stapelverarbeitung nimmt sie zusammen, mit derselben Einstellung für alle.

  2. Kennzeichen, Gesichter, Namensschilder

    Fahrzeuge vor dem Haus, Personen in Fenstern oder auf der Straße, Klingel- und Briefkastenschilder. Bei Innenaufnahmen kommen Fotos, Dokumente und Bildschirme dazu.

  3. Exportieren und ins Portal laden

    Die EXIF-Daten kommen beim Export mit weg. Bei Immobilienfotos ist das mehr als Kosmetik: Die Koordinaten im Bild verraten die Adresse auch dann, wenn das Inserat sie bewusst nicht nennt.

Häufige Fragen.

Muss ich fremde Kennzeichen im Exposé abdecken?
Vorgeschrieben ist es nicht, aber für ein öffentliches, gewerbliches Inserat ist es die deutlich ruhigere Variante. Die Fahrzeuge gehören anderen, und das Inserat erreicht ein großes Publikum.
Was ist mit Nachbarn auf dem Bild?
Erkennbare Personen gehören nicht in ein Exposé, es sei denn, sie haben zugestimmt. Unkenntlich machen ist einfacher, als nachträglich um Erlaubnis zu bitten.
Sollte ich auch Innenaufnahmen prüfen?
Ja. Familienfotos an der Wand, Post auf dem Tisch, ein aufgeklappter Laptop — das sind die Details, die in Exposés am häufigsten übersehen werden.
Werden meine Bilder gespeichert?
Nur so lange, wie die Verarbeitung dauert. Zum Bearbeiten wird das Bild verschlüsselt hochgeladen. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Tracking-Pixel.

Ratgeber

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Dieser Text ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob dein konkreter Fall abgedeckt ist, klärt eine Anwältin oder ein Anwalt.