Das eigene Haus unkenntlich machen — in Street View und in den eigenen Fotos

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Diese Frage hat zwei Fassungen. Die eine ist das Foto vom eigenen Haus, das Google aufgenommen hat — das erledigt ein Antrag bei Google. Die andere sind die Fotos, die du selbst weitergibst: das Inserat, das Bild vom Umzugstag, das Paket vor der Tür. Hier stehen beide.

Zwei verschiedene Probleme, zwei verschiedene Wege

Die Aufnahmen in Street View gehören Google und werden auch von Google bearbeitet — das eigene Haus dort unkenntlich zu machen heißt also, Google zu fragen; dafür gibt es einen offiziellen Antrag. Bei den eigenen Fotos ist es umgekehrt: Niemand macht das für dich, dafür geht es in unter einer Minute. Die meisten, die danach suchen, brauchen beides, denn ein Haus, das in Street View unkenntlich ist, steht in den Inseratsfotos vom letzten Frühjahr weiterhin klar im Bild.

Das eigene Haus in Google Street View

Der Antrag läuft in Google Maps und nicht in einem Bildeditor: Du suchst die eigene Adresse, öffnest die Street-View-Ansicht des Hauses und meldest es über Googles eigenes Formular. Zwei Dinge lohnt es vorher zu wissen. Google verlangt einen Nachweis, dass du dort wohnst — eine Rechnung, ein Kontoauszug, ein Mietvertrag —, und die Unkenntlichmachung ist nach Googles eigener Angabe dauerhaft: Zurücknehmen lässt sie sich später nicht, auch nicht für spätere Aufnahmen.

Die einzelnen Schritte stehen hier bewusst nicht. Google hat den Ablauf zuletzt im Sommer 2026 geändert, und eine abgeschriebene Klickfolge ist in dem Moment falsch, in dem er wieder umgestellt wird. Die aktuelle Fassung steht in Googles Hilfe, und die ist die einzige Quelle, die dazu verlässlich ist.

Googles Hilfe zu Street View

Das eigene Haus in den eigenen Fotos

Die Fotos, über die du selbst bestimmst, sind in der Praxis die größere Stelle: ein Verkaufsinserat, ein Gartenbild mit der Hausnummer im Ausschnitt, ein Foto für die Handwerkeranfrage mit dem Straßenschild an der Ecke. Zieh das Bild in den Editor und ein Rechteck über die Nummer, die Tür oder die ganze Fassade — über das, was das Foto nicht zeigen muss. Raster, Fläche oder Unschärfe wählen, exportieren.

Hausnummern verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie klein, scharf und kontrastreich sind — also genau das, wofür Heranzoomen erfunden wurde. Dasselbe gilt für Straßenschilder im Hintergrund und für alles mit einem Namen neben der Tür. Wenn das Foto in ein Portal oder in einen öffentlichen Beitrag geht, geh davon aus, dass jemand jede Ecke vergrößert.

Verziertes Hausnummernschild neben einer Haustür; über den Ziffern liegen wenige große, flächige Blöcke, der bemalte Rand des Schildes bleibt sichtbar
Abgedeckt wird nur, was die Adresse verrät: Die Ziffern sind weg, das Schild selbst bleibt im Bild. Vier grobe Blöcke reichen dafür.
Hausnummer im Foto abdecken

Der Standort, den das Foto ohnehin mitbringt

In einem Handyfoto vom eigenen Haus stehen mit ziemlicher Sicherheit die Koordinaten des Hauses in den EXIF-Daten — die Hausnummer abzudecken und die Koordinaten mitzuschicken, hebt einander auf. Jeder Export entfernt EXIF- und GPS-Daten, sodass in der heruntergeladenen Datei weder die Nummer in den Pixeln noch der Standort in den Metadaten steht.

Auf dem Gerät allein passiert das nicht. Das Foto geht verschlüsselt an den Server. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Tracking-Pixel.

Editor öffnen

Häufige Fragen

Lässt sich die Unkenntlichmachung in Street View später rückgängig machen?

Nach Googles eigener Angabe nicht — dauerhaft ist sie, sobald sie umgesetzt ist. Genau deshalb verlangt das Formular, die Auswahl vor dem Absenden zu bestätigen.

Muss mir das Haus gehören, damit ich den Antrag stellen kann?

Der Antrag ist für die Menschen gedacht, die dort wohnen — als Eigentümerin oder als Mieter. Google verlangt dafür einen Nachweis über die Adresse, etwa eine Rechnung oder einen Mietvertrag.

Und bei Apple Karten oder anderen Anbietern?

Die haben eigene Meldewege für ihre Aufnahmen. Die Schritte sind bei jedem Dienst andere, das Prinzip ist dasselbe: Du meldest das Bild, der Dienst bearbeitet es. Was du an eigenen Fotos weitergibst, bleibt davon unberührt — dafür ist der Editor da.

Lohnt sich das Abdecken in den Inseratsfotos, wenn das Haus in Street View ohnehin zu sehen ist?

Ja. Street View zeigt ein Gebäude; deine Inseratsfotos verbinden es mit einem Verkauf, einem Preis, deinen Terminen und oft mit deinem Namen. Beides zusammen verrät deutlich mehr als eines allein — und die Inseratsfotos sind die Hälfte, über die du bestimmst.

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