Entfernen meint zwei verschiedene Dinge
Das erste ist: unlesbar machen. Eine einfarbige Fläche, ein Raster oder eine Unschärfe liegt über dem Schild, und die Nummer ist im Export nicht mehr enthalten. Das ist eine Datenschutzbearbeitung, es ist das, was Inserate und Redaktionen machen, und es ist das, was Blurify tut.
Das zweite ist: wegrechnen. Das Schild verschwindet und an seiner Stelle wird ein plausibler Stoßfänger eingesetzt, sodass dem Bild nichts mehr anzusehen ist. Das ist Retusche, keine Datenschutzfrage. Werkzeuge, die genau das können, gibt es reichlich — sie lösen nur die andere Aufgabe.
Die Probe ist einfach: Versteckst du eine Information oder gestaltest du ein Bild? Wenn Fremde die Nummer nicht lesen sollen, ist Abdecken eine vollständige Antwort, und sie hat den Vorteil, sichtbar eine Entscheidung zu sein statt einer stillen Korrektur.

Unlesbar in einer halben Minute
Foto in den Editor ziehen, warten, bis der Bereich um das Schild erscheint, herunterladen. Bei einem Kennzeichen steht unter Effekt bereits Deckend, also die einfarbige Fläche; ein Klick genügt, wenn du etwas anderes willst. Beim Export wird die Datei neu geschrieben, ohne EXIF- und GPS-Daten.
Das ist der kurze Weg. Den langen — schräge Schilder, mehrere Fahrzeuge, ein Rechteck von Hand — geht die Anleitung durch.
Zur AnleitungAbdecken oder wegrechnen — was brauchst du?
Fürs Verkaufsinserat, für einen Post oder für ein Standbild aus der Dashcam gewinnt das Abdecken. Eine Fläche über dem Schild fällt niemandem negativ auf; in Inseraten und in Beiträgen ist sie längst der Normalfall. Ein Fahrzeug ganz ohne Schild wirkt dagegen schnell seltsam — als wäre es nicht zugelassen oder das Foto nachbearbeitet.
Die Retusche verdient ihr Geld in der Werbefotografie — ein Aufmacher, auf dem der Stoßfänger clean aussehen soll. Wenn das tatsächlich deine Aufgabe ist, brauchst du ein Retuschewerkzeug oder jemanden, der damit umgeht, und mehr als eine halbe Minute. Für die Datenschutzfrage ist es Aufwand am falschen Problem.
Blurify deckt den Bereich ab und erfindet keinen Bildinhalt dazu. Für das Ziel, dass niemand die Nummer liest, ist das eher ein Vorteil: Unter einer einfarbigen Fläche ist nichts mehr, während bei einer eingerechneten Stelle die Frage bleibt, wie überzeugend sie geraten ist.
Es gibt noch die mittlere Möglichkeit. Wenn ein schwarzer Block im Foto zu hart wirkt, ist das kein Grund, auf Retusche auszuweichen: Unter Farbe stellst du den Ton frei ein, auch beim Effekt Deckend. Vorgegeben ist ein sehr dunkles Grau; der Lackton des Fahrzeugs ist die ruhigere Variante und verdeckt genauso vollständig — leiser als ein schwarzer Block, ohne so zu tun, als wäre nie ein Schild da gewesen.
Damit es nicht zurückzuholen ist
Entfernt ist eine Nummer erst, wenn sie entfernt bleibt. Der Export ist ein endgültiger Eingriff in die Pixel: Der Bereich wird beim Neucodieren der Datei neu geschrieben und liegt nicht unter einem abschaltbaren Filter oder auf einer eigenen Ebene. In der Datei bleibt kein Original, das ein Werkzeug wieder hervorholen könnte.
Die Effekte unterscheiden sich darin, wie viel sie zum Ansehen übrig lassen. Deckend lässt nichts übrig und ist damit die Wahl mit der größten Reserve. Ein grobes Raster ist bei Schildgröße praktisch ebenso endgültig. Vorsicht lohnt bei der schwachen Unschärfe — sie belässt die Bildinformation im Bild, statt sie wegzuwerfen, und deshalb steht sie bei einem Kennzeichen an dritter Stelle.
Der Export entfernt außerdem die EXIF-Daten. Das zählt hier, weil in einem Foto vom eigenen Fahrzeug regelmäßig die GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts stehen — meist die eigene Adresse —, und das Schild zu entfernen, während der Standort mitfährt, wäre eine halbe Sache.
Auf dem Gerät allein passiert das nicht. Das Foto geht verschlüsselt an den Server. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Tracking-Pixel.
Der Vergleich der dreiEin ganzer Fotosatz fürs Inserat
Ein Fahrzeuginserat besteht selten aus einem Foto. Die Stapelverarbeitung nimmt bis zu 20 Bilder auf einmal, lässt die Erkennung pro Bild laufen, zeigt dir jeden Bereich zum Nachziehen und gibt ein einziges Archiv mit allen Exporten zurück — jedes Schild abgedeckt, jede Datei ohne Metadaten.
Halte über den Satz hinweg einen Effekt durch: überall Raster oder überall Deckend. Dann wirkt das Inserat geschlossen und nicht zusammengeflickt. Einmal entscheiden und beim Durchgehen dabei bleiben.
Mehrere Bilder auf einmal