Kennzeichen im Autohaus: ein Fotosatz, ein Durchgang

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Ein Fotosatz für ein Fahrzeug sind schnell dreißig Bilder — Front, Heck, beide Flanken, Innenraum, Räder — und auf den meisten ist die Nummer zu lesen. Die Erkennung läuft pro Bild mit, bis zu 20 Fotos gehen in einem Durchgang durch, und zurück kommt ein Archiv; kein Konto, keine Installation. Dieser Ratgeber handelt vom Rest: davon, wie der Schritt in den Ablauf einer Fotosession passt, damit er nicht liegen bleibt.

Das Schild gehört meist noch dem Vorbesitzer

Ein Fahrzeug, das in der ersten Woche nach der Inzahlungnahme fotografiert wird, trägt noch die Nummer der Person, die es abgegeben hat. Mit dem Inserat hat sie nichts mehr zu tun, und bei der Fotosession war sie nicht dabei. Das ist der Unterschied zum Privatverkauf: Dort deckt jemand das eigene Schild ab, hier das eines Dritten.

Dazu kommt die Menge. Eine einzelne Aufnahme zeigt eine Nummer; ein Fotosatz zeigt dieselbe Nummer aus sechs Blickwinkeln, in voller Auflösung, direkt neben Marke, Modell, Farbe und dem Ort des Hofes. Wer eine Nummer einem bestimmten Fahrzeug zuordnen möchte, bekommt das fertig zusammengestellt — und es kostet nichts, es gar nicht erst so zu veröffentlichen.

Warum dasselbe beim Privatinserat gilt und was dort sonst noch ins Bild rutscht, steht auf der Seite zum Verkaufsinserat.

Beim Privatverkauf

Dreißig Fotos, ein Durchgang

Ein Schild von Hand abzudecken dauert in einem Bildbearbeitungsprogramm zwei bis drei Minuten: Datei öffnen, Fläche setzen, Ebenen reduzieren, unter neuem Namen sichern. Einmal ist das nichts. Dreißigmal ist es ein Nachmittag — und deshalb bleibt dieser Schritt liegen, wenn auf dem Hof viel los ist.

Die Stapelverarbeitung ist für diese Form von Arbeit gebaut. Jedes Bild bekommt seinen eigenen Durchlauf, statt dass ein einmal gesetztes Rechteck über den Satz kopiert wird — im Heckfoto sitzt das Schild an einer anderen Stelle als in der Halbseitenansicht und im engen Foto vom Radlauf. Über die Leiste Bilder gehst du den Satz durch und ziehst nur dort nach, wo etwas fehlt.

Am Ende steht ein Klick auf Alle herunterladen: ein einziges ZIP mit jedem Bild, die Abdeckung fest hineingerechnet, EXIF- und GPS-Daten entfernt. Die Koordinaten des Hofes wandern damit nicht mit ins Inserat.

Foto zweier Autos: über jedem Kennzeichen liegt eine weiche, helle Abdeckung, die Fahrzeuge selbst sind vollständig zu sehen
Ein Bild aus einem Satz — hier mit einer weichen Abdeckung. Wichtiger als die Wahl ist, dass auf jedem Foto desselben Fahrzeugs dieselbe sitzt.
Stapelverarbeitung ansehen

Auf allen Bildern eines Fahrzeugs dieselbe Abdeckung

Am billigsten ist Einheitlichkeit, wenn man sie gar nicht erst herstellen muss: Bei einem erkannten Kennzeichen steht unter Effekt bereits Deckend, die einfarbige Fläche — und das in jedem Bild des Stapels. Wer nichts umstellt, hat überall dieselbe Abdeckung.

Wer etwas anderes will, etwa ein Raster, stellt es pro Bild um. Was du an einem Bild einstellst, bleibt bei diesem Bild; es wandert nicht durch den Stapel. Bei einem Fahrzeug lohnt es sich deshalb, einmal zu entscheiden und dabei zu bleiben.

Ein Satz, in dem drei Bilder eine Fläche tragen, zwei ein Raster und auf einem die Nummer noch steht, sieht nach halber Arbeit aus — und das fällt eher auf als die Abdeckung selbst.

Der letzte Schritt vor dem Hochladen

Am stabilsten sitzt der Schritt direkt am Ende der Fotosession und nicht als Aufgabe für später: Die Bilder kommen von der Karte, gehen in einem Durchgang durch, und das entpackte Archiv ist der Ordner, aus dem hochgeladen wird. Dann liegt gar keine unbearbeitete Fassung mehr dort, wo am nächsten Tag jemand anderes das Inserat befüllt.

Für einen Stapel gilt Bild für Bild dasselbe wie für ein einzelnes Foto.

Auf dem Gerät allein passiert das nicht. Das Foto geht verschlüsselt an den Server. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Tracking-Pixel.

Häufige Fragen

Darf ich die bearbeiteten Bilder gewerblich verwenden?

Ja. Die Nutzungsbedingungen erlauben das Ergebnis für jeden erlaubten Zweck — privat, gewerblich, redaktionell. Im Export steht kein Wasserzeichen, und es gibt keine gesonderte Lizenz, die vorher zu kaufen wäre.

Wäre es nicht einfacher, das Schild vor dem Fotografieren abzudecken?

Das funktioniert und spart die Nachbearbeitung — es muss nur bei jedem Fahrzeug und jeder Perspektive wieder passieren, und ein Bild, auf dem die Pappe verrutscht ist, fällt erst beim Hochladen auf. Für Fotos, die schon im Kasten sind, hilft es ohnehin nicht mehr. Beides zusammen ist die ruhigste Variante: abdecken, wo es leicht geht, und den Satz trotzdem einmal durch die Erkennung schicken.

Was ist mit Kundschaft oder Kollegen, die mit im Bild stehen?

Gesichter werden in jedem Bild mitgesucht, ohne dass du etwas einschalten musst; sie erscheinen als eigene Bereiche neben dem Kennzeichen. Was davon bleibt, entscheidest du pro Bild: Überflüssige Bereiche blendest du aus, fehlende ziehst du selbst auf.

Ausprobieren. Dein Bild bleibt deins.

Keine Anmeldung, kein Wasserzeichen. Die Bilder werden verarbeitet, zurückgegeben und innerhalb einer Stunde gelöscht.

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