Die kurze Antwort: den Browser nehmen, den App Store auslassen
Die meisten Anleitungen zu diesem Thema sind Listen von Apps, die man installieren soll. Du brauchst keine davon. Der Editor läuft im mobilen Browser, auf dem iPhone wie unter Android, mit Bedienelementen in Fingergröße: An den Ecken eines Bereichs ziehst du ihn größer, in der Mitte verschiebst du ihn. Gesichter und Kennzeichen sind umrandet, sobald das Bild geladen ist, Bildschirme schaltest du unter „Suchen nach“ dazu; über alles Übrige ziehst du selbst ein Rechteck.
Weil es eine Webseite ist und keine App, gibt es nichts zu aktualisieren, nichts, was Zugriff auf die gesamte Fotomediathek verlangt — du wählst das eine Bild aus —, und hinterher nichts zu löschen.

Am iPhone
Öffne den Editor in Safari und tipp auf die Uploadfläche — iOS bietet die Fotomediathek direkt an. HEIC, das Format, in dem die Kamera tatsächlich speichert, wird bis 20 MB unverändert angenommen; du musst vorher nichts in JPEG umwandeln. Was die Erkennung findet, ist umrandet, sobald das Bild erscheint: Tipp einen Bereich an, um seinen Effekt zu ändern, oder zieh ein neues Rechteck über das, was sonst noch weg soll.
Die eingebaute Alternative sind die Markierungen in der Fotos-App, und die geben dir einen Stift und keine Abdeckung. Ein deckender Kritzel funktioniert, wenn du sorgfältig alles zudeckst — er sieht nur aus wie ein Kritzel. Ein Raster, eine Fläche oder eine Unschärfe wirkt nach Absicht und zieht den Blick nicht so an wie Strichspuren.
Unter Android
Derselbe Ablauf in Chrome: Editor öffnen, Bild antippen, die umrandeten Bereiche zurechtziehen, exportieren. Google Fotos hat Markierwerkzeuge und Effekte für den Hintergrund, aber nichts, womit sich eine beliebige Stelle im Bild abdecken ließe — und genau darum geht es hier: um einen Namen in einem Screenshot, eine Hausnummer, ein Gesicht im Hintergrund.
Der Export codiert neu, wahlweise als JPEG, WebP oder PNG, sodass am Ende eine gewöhnliche Bilddatei steht, mit der jedes Programm umgehen kann.
Warum nicht einfach drüberkritzeln?
Zwei Gründe. Optisch sehen Strichspuren nach Krimi aus und ziehen die Aufmerksamkeit genau auf die Stelle, die niemand beachten sollte. Praktisch verleiten Markierwerkzeuge zu halbtransparenten Strichen — ein Textmarker über einem Namen —, und eine halbtransparente Abdeckung lässt sich mit einer Korrektur an Helligkeit und Kontrast oft wieder lesbar machen.
Die Effekte im Editor greifen dagegen endgültig in die Pixel ein: Beim Export werden die ursprünglichen Pixel im abgedeckten Bereich ersetzt. Unter einem Raster oder einer deckenden Fläche liegt nichts vom ursprünglichen Detail mehr, gleichgültig wie die Datei danach noch bearbeitet wird.
Was das Telefon in die Datei geschrieben hat
Handyfotos tragen EXIF-Daten, und darin stehen regelmäßig die GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts. Wer ein Foto aus Rücksicht auf die abgebildeten Personen bearbeitet, sollte den Standort in der Datei genauso mitdenken wie die Pixel. Jeder Export entfernt EXIF- und GPS-Daten von sich aus — nichts zu merken, nichts einzuschalten.
Mehr zu den EXIF-Daten