Bevor der Screenshot weitergeht
Screenshot unkenntlich machen, bevor du ihn weiterschickst
Bugreport, Chatverlauf, Dashboard: Auf einem Screenshot steht regelmäßig mehr, als der Empfänger braucht — fremde Namen, eine Anschrift, eine Kontonummer, die E-Mail-Adresse in der Signatur. Blurify liest den Text im Bild und schlägt Namen, Anschriften und Nummern als Bereiche vor, bevor du sie abdeckst. Fotografierst du einen fremden Bildschirm ab, findet Blurify auf Wunsch auch den Bildschirm selbst — ein Klick unter „Suchen nach“.


So funktioniert es.
Screenshot ablegen
Vom Handy oder vom Rechner, als PNG, JPEG, WebP oder HEIC/HEIF bis 20 MB. Nichts zu installieren, kein Konto. Zum Verarbeiten wird das Bild verschlüsselt hochgeladen und spätestens nach einer Stunde gelöscht.
Text gelesen, heikle Stellen markiert
Der Text im Bild wird gelesen, und personenbezogene Angaben — Namen, Anschriften, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Konto- und Kartennummern — erscheinen als fertige Bereiche. Was fehlt, ziehst du selbst; was bleiben soll, wählst du ab. Ist auf dem Bild ein abfotografierter Bildschirm zu sehen, findet Blurify auch den als eigenen Bereich, sobald du ihn unter „Suchen nach“ dazuschaltest — Monitore, Laptops, Handys und Tablets.
Abdecken und exportieren
Für Text ist unter Effekt Deckend die richtige Wahl — der schwarze Balken. Der Export schreibt die Pixel anschließend neu, sodass unter der Fläche nichts mehr liegt; EXIF- und GPS-Daten fallen mit weg. Für Screenshots lohnt sich PNG als Format, damit die Kanten scharf bleiben.
Häufige Fragen.
- Findet Blurify Namen und Nummern von selbst?
- Meistens ja. Der Text im Bild wird gelesen, und personenbezogene Angaben werden als Bereiche vorgeschlagen: Namen, Anschriften, Daten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Ausweis-, Konto- und Kartennummern. Die Vorschläge sind bewusst großzügig, weil ein überflüssig markierter Bereich mit einem Klick wieder weg ist. Verlass dich trotzdem nicht blind darauf — lies den Screenshot vor dem Export einmal selbst durch.
- Kann ich den ganzen Bildschirm auf einmal abdecken?
- Ja, und oft ist das die schnellste Lösung: ein Rechteck über die gesamte Anzeige, Effekt wählen, fertig. Sinnvoll, wenn ohnehin fast alles auf dem Bild heikel ist und nur der Fensterrahmen drumherum sichtbar bleiben soll.
- Chatverlauf weiterschicken — was decke ich ab?
- Alles, was zu Leuten gehört, die mit der Sache nichts zu tun haben: Namen und Profilbilder der Unbeteiligten, Telefonnummern, den Gruppennamen und das, was in zitierten Nachrichten mitläuft. Ob ein privater Chat überhaupt weitergegeben werden sollte, ist eine Frage für sich und hängt vom Fall ab. Der praktische Teil ist derselbe: Wer mit der Sache nichts zu tun hat, muss im weitergeleiteten Screenshot auch nicht mit Namen auftauchen.
- Balken oder Raster — was nehme ich für Text?
- Den Balken. In einem Screenshot ist die Schrift gleichmäßig gesetzt und in bekannter Größe; ein feines Raster lässt Zeilenstruktur, Wortlängen und Anfangsbuchstaben durchscheinen, und das reicht oft schon, um den Rest zu erraten. Verpixeln ist erst dann in Ordnung, wenn das Raster so grob ist, dass keine Zeilen mehr zu erkennen sind.
- Reicht es, den Teil einfach wegzuschneiden?
- Wenn das Heikle am Rand liegt, ist Zuschneiden völlig in Ordnung. Zwei Haken hat es trotzdem: Mitten im Bild hilft es nicht, und es verlässt sich darauf, dass das Werkzeug die weggeschnittenen Pixel wirklich aus der Datei nimmt, statt sie nur nicht mehr anzuzeigen. Ein Export, der die Datei neu schreibt, macht diese Frage überflüssig.
- Werden Tokens und API-Schlüssel im Code-Screenshot erkannt?
- Als Text ja, als eigene Kategorie nein — für lange zufällige Zeichenketten gibt es keinen eigenen Typ, dafür sehen sie zu unterschiedlich aus. Du siehst die Zeilen markiert, den Bereich darüber ziehst du aber selbst. Bei Code-Screenshots lohnt deshalb der zweite Blick auf Umgebungsvariablen, Header und URLs mit Parametern.
- Welches Format soll ich exportieren?
- PNG für alles mit Text und Bedienoberfläche — die Kanten bleiben scharf und die Schrift lesbar. JPEG lohnt sich, wenn der Screenshot überwiegend aus Fotos besteht oder die Datei klein sein muss. WebP steht ebenfalls zur Wahl.
- Wird der Screenshot hochgeladen?
- Ja. Er geht verschlüsselt an den Server. Dort läuft die Erkennung: Gesichter über Amazon Rekognition, Kennzeichen, Bildschirme und Text über Google Cloud Vision, personenbezogene Angaben im gelesenen Text über Amazon Comprehend. Spätestens nach einer Stunde wird alles zusammen mit dem Export gelöscht. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, kein Tracking-Pixel. Auf dem Gerät allein passiert das also nicht — wer genau das braucht, sollte es vorher wissen.
Ratgeber
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Dieser Text ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob dein konkreter Fall abgedeckt ist, klärt eine Anwältin oder ein Anwalt.